Was ist eigentlich Melkfett?

Melkfett, eine sterilisierte Salbe auf der Grundlage von hochwertigen, hochgereinigten Mineralölen, wird in erster Linie wegen seiner schützenden Eigenschaften verwendet.

Es ist insbesondere für die Euterpflege bei Tieren angezeigt, aber ebenso für die menschliche Haut geeignet. Landwirte, die es beim Melken verwenden, nutzen es übrigens auch für ihre eigene Haut und reiben sich damit die Hände ein, um sie vor Wasser und Kälte zu schützen. Es geschah deshalb ganz natürlich, dass im Laufe der Zeit Melkfett nicht nur für die Tiefpflege und Melkhygiene, sondern auch auf dem Gebiet der kosmetischen und dermatologischen Hautpflege eingesetzt wurde, bevor seine schützenden Eigenschaften in der Industrie oder als Schmiermittel für zahlreiche technische Verwendungsmöglichkeiten entdeckt wurden.

 

Für die Melkhygiene bei Kühen entwickelt

Melkfett, das in der Landwirtschaft einen hohen Bekanntheitsgrad hat, wurde 1882 von dem Schweizer Apotheker und Chemiker Adolphe Panchaud entwickelt, der nach einer Alternative zu den nicht sterilen Fetten (Schweineschmalz, Butterschmalz und anderen Salben) suchte, die bis dahin von Tierzüchtern beim Melken benutzt wurden. Auf Grundlage einer gekonnten Mischung gereinigter Mineralöle arbeitete er eine Rezeptur für ein aseptisches, steriles, geruchloses und haltbares Melkfett aus. Dieses Produkt hält nicht nur die Zitzen geschmeidig, sondern schützt auch das Euter der Tiere, indem es einen Fettfilm bildet, der das Entstehen von Schrunden, Rissen und Krankheiten der Zitzen verhindert. Bald wurde das Melkfett zu einem vollen Erfolg und setzte sich als einfaches und geniales Produkt durch, das den Alltag der Tierzüchter, die Melkhygiene und das Wohlbefinden der Tiere verbessert und gleichzeitig die Milchproduktion optimiert.

 

Ideal für die Haut

Früher war Landwirtschaft mit schwerer Handarbeit verbunden, sei es auf dem Feld oder im Stall. Die Landwirte, die Melkfett zur Euterpflege und zur Behandlung kleinerer Verletzungen ihrer Tiere benutzten, erkannten bald, dass es auch für sie selbst nützlich ist: es stellte sich heraus, dass Melkfett bei aufgesprungenen Lippen und Händen und sehr trockener Haut wahre Wunder wirkt. Man entdeckte, dass seine beruhigenden Eigenschaften auch helfen, Schwangerschaftsstreifen und sogar Schuppenflechte zu verringern. Es geschah deshalb ganz natürlich, dass Melkfett allmählich auch in der Kosmetik (Sonnenschutz und –pflege, Massagen, Abschminken, Hautpflege) und in der Dermatologie (Pflege trockener und sehr trockener Haut, Verbrennungen, Fußpflege, Unterstützung medizinischer Behandlungen bei Krankheiten wie atopischer Dermatitis, Schuppenflechte, Dekubitus …) verwendet wurde. Auch von Sportlern wird es geschätzt (Radsport, Tauchen, Skifahren…), in allen Bereichen, in denen die Haut strapaziert wird.

 

Beachtliche technische Verwendungsmöglichkeiten

Auch nach der Einführung von Melkmaschinen benutzten die Landwirte es weiterhin, und zwar nicht nur, um das durch das ständige Ansaugen der Maschine ausgetrocknete Euter geschmeidig und gesund zu erhalten. Das Melkfett beschädigt keinesfalls die Gummiteile der Melkmaschine, sondern sorgt dafür, dass die Melkbecher besser an den Zitzen haften. Man hat festgestellt, dass Melkfett mit der richtigen Rezeptur als ausgezeichnetes Allzweck-Schmiermittel benutzt werden kann. Es hält die Gummidichtungen von Autotüren elastisch, Kabel werden mühelos eingezogen und Rohre problemlos zusammengesteckt. Ein weiter Anwendungsbereich eröffnet sich, da Melkfett optimale Lösungen für die Lederpflege (Schuhe, Sattel, Zaumzeug usw.), die Erhaltung von Holz und Metall, das Schmieren von Rohrverbindungen, Führungen von Rolltoren und Schiebefenstern, Dichtungen usw. bietet.

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